{"id":37,"date":"2026-05-04T17:34:32","date_gmt":"2026-05-04T17:34:32","guid":{"rendered":"https:\/\/muzikquest.de\/?p=37"},"modified":"2026-05-04T17:37:28","modified_gmt":"2026-05-04T17:37:28","slug":"hagen-die-vergessene-popmetropole-deutschlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/muzikquest.de\/index.php\/2026\/05\/04\/hagen-die-vergessene-popmetropole-deutschlands\/","title":{"rendered":"Hagen: Die vergessene Popmetropole Deutschlands"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><br>Nena, Extrabreit, Eroc, Grobschnitt&#8230;. F\u00fcr einen kurzen Augenblick in den sp\u00e4ten Siebzigern und fr\u00fchen Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts war das westf\u00e4lische Hagen eine Popmetropole von westdeutsch-nationaler Bedeutung. \u201eKomm nach Hagen, werde Popstar\u201c, texteten Extrabreit damals, und der Ruf wurde geh\u00f6rt. Die Medien wurden aufmerksam und kamen nach Hagen, Musiker zogen aus anderen St\u00e4dten zu, die Stadt am Volmestrand war pl\u00f6tzlich angesagt. Eine Art Seattle-Effekt in der westf\u00e4lischen Provinz. Bald darauf jedoch versank die Stadt wieder in provinziellem Tiefschlaf, die Karawane zog weiter. Hagens fl\u00fcchtiger Moment als Popmetropole der BRD hatte dennoch Folgen f\u00fcr die deutsche Rock- und Medienwelt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"477\" height=\"318\" src=\"https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Volkspark.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-39\" srcset=\"https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Volkspark.jpg 477w, https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Volkspark-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 477px) 100vw, 477px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">569,2568,0,1587,96,1024,57,62,265,80157,0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.hagen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hagen <\/a>also. Irgendwo am Rande des Sauerlands, fast noch Ruhrgebiet, aber eben doch nicht mehr ganz, liegt diese kleine Gro\u00dfstadt. Dicht bewaldete H\u00fcgel des Sauerlandes begrenzen sie im S\u00fcden, im Westen die H\u00f6hen des Bergischen Landes und im Norden und Osten die an manchen Stellen fast idyllischen Flusslandschaften von Lenne und Ruhr. Mitten durch die Innenstadt flie\u00dft die Volme, zu breit f\u00fcr einen Bach, aber auch noch kein richtiger Fluss, zumindest in der Regel nicht. Dass die Volme auch anders kann, zeigte sie im Sommer 2021, als sie nach schweren Regenf\u00e4llen \u00fcber die Ufer trat, die Innenstadt \u00fcberflutete und Sch\u00e4den in Millionenh\u00f6he anrichtete. Das war durchaus sinnbildlich f\u00fcr die Stadt. Wenn Hagen doch einmal \u00fcber das Mittelma\u00df hinausw\u00e4chst, dann gleich richtig. So wie in den Tagen des Kunstm\u00e4zens <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Ernst_Osthaus\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Ernst_Osthaus\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Karl Ernst Osthaus,<\/a> der in Hagen das Folkwang-Museum gr\u00fcndet und eine Reihe gro\u00dfartiger K\u00fcnstler und Architekten in die Stadt lockte. Der<a href=\"https:\/\/www.lwl.org\/fremde-impulse-download\/start\/LWL\/Kultur\/fremde-impulse\/die_impulse\/hagen.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.lwl.org\/fremde-impulse-download\/start\/LWL\/Kultur\/fremde-impulse\/die_impulse\/hagen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Hagener Impuls<\/a> ist in die deutsche Kunstgeschichte eingegangen, war aber kurzlebig. So wie Jahrzehnte sp\u00e4ter die Phase, in der Hagen zum Liverpool oder Seattle Deutschlands wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Der B\u00fcrogemeinschaft in der Berliner Stra\u00dfe war ebenfalls kein langes Leben beschieden. Doch ohne die, die damals f\u00fcr kurze Zeit in ihr arbeiteten, s\u00e4he Deutschlands Musikwelt heute anders aus. So wie Hagen zu gro\u00df f\u00fcr eine Kleinstadt ist, aber zu klein f\u00fcr eine Gro\u00dfstadt. Etwas \u00fcber 200.000 Menschen lebten hier noch in den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seitdem f\u00e4llt die Zahl st\u00e4ndig. Schuld daran ist vor allem die Industrie. Oder vielmehr: deren Fehlen. Denn die Schwerindustrie hatte noch bis ins letzte Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts das Bild der Stadt bestimmt, hatte Brot und Arbeit garantiert und ein kleines bisschen Wohlstand. Sie hatte arbeitssuchende Einwanderer aus L\u00e4ndern wie Italien, der T\u00fcrkei oder Griechenland angelockt und so dazu beigetragen, dass die Stadt zumindest an der Oberfl\u00e4che ein wenig multikultureller wurde. Als jedoch die Stahlindustrie starb, starb auch Hagen, langsam und schleichend. Aber nicht lautlos. Mitten in der Depression explodierte die Stadt pl\u00f6tzlich in einem kurzen, aber daf\u00fcr umso grelleren Feuerwerk der Kreativit\u00e4t. Das war, als Hagen pl\u00f6tzlich rockte.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Musik war f\u00fcr viele der letzte, der einzige Ausweg aus der grauen \u00d6de der siechenden Stadt, ein Aufschrei der Frustration, irgendwie auch ein Hilferuf. Der erdr\u00fcckenden Langeweile, der provinziellen Enge konnte nur noch mit schrillen T\u00f6nen begegnet werden. Hagen war allerdings nicht Hamburg, M\u00fcnchen oder Berlin. Nicht einmal K\u00f6ln. Hagen war Provinz, was dort vor sich ging, interessierte schon zehn Kilometer weiter meist weniger als der Jahresbericht des Taubenz\u00fcchtervereins. Gut, es gab<a href=\"https:\/\/www.grobschnitt.rocks\/index.php\/de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.grobschnitt.rocks\/index.php\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Grobschnitt<\/a>, die Progressiv-Rocker, die in den Siebzigern mit langatmigen Mega-Kompositionen wie &#8218;Solar Music&#8216; zu Krautrock-Pionieren geworden waren. Aber das war&#8217;s auch schon. Auf Popmusik aus Hagen hatte niemand gewartet. Nicht einmal im benachbarten Dortmund. Wer was werden wollte, wer k\u00fcnstlerische Ambitionen hatte, Freiheit und Abenteuer suchte, der verlie\u00df die Stadt so schnell wie m\u00f6glich. Wie die Humpe-Schwestern, die nach West-Berlin ausb\u00fcchsten. Andere aber blieben. Und weil weder Medien noch Plattenfirmen freiwillig nach Hagen kamen, schufen sie sich eben eigene Medien, Plattenfirmen, Managements, Konzertb\u00fcros und Musikverlage und schrien ihre Existenz laut in die Welt hinaus. Es gab verschiedene Epizentren des Bebens, das von Hagen aus in den n\u00e4chsten Jahren die bundesdeutsche Musikwelt ersch\u00fcttern und ver\u00e4ndern sollte. Die meisten konzentrierten sich auf den Ortsteil Wehringhausen, das Viertel der links angehauchten Studentenszene, der K\u00fcnstler und Musiker und der Kinder der Nacht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ExtrabreitLive.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41\" srcset=\"https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ExtrabreitLive.jpg 1024w, https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ExtrabreitLive-300x225.jpg 300w, https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ExtrabreitLive-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wichtiger noch aber war, zumindest f\u00fcr einige Monate, ein grauer B\u00fcrobau am Rande Wehringhausens. Die Berliner Stra\u00dfe verbindet die Innenstadt mit dem Vorort Haspe. Damals f\u00fchrte sie vorbei an dunklen Mietskasernen, an Fabriken und Lagerhallen. In einem tristen Zweckbau an der Berliner Stra\u00dfe, irgendwo zwischen Wehringhausen und Haspe, hatte sich 1979 eine kurzlebige B\u00fcrogemeinschaft etabliert, in der all die wichtigen Akteure der Hagener Szene und ihres Umfeldes unter einem Dach arbeiteten, die in den folgenden Jahren deutsche Musik- und Popmediengeschichte mitgestalten sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Angemietet hatten das Geb\u00e4ude die Gesch\u00e4ftspartner <a href=\"https:\/\/omr.com\/de\/daily\/bmg-ceo-hartwig-masuch-omr-podcast\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/omr.com\/de\/daily\/bmg-ceo-hartwig-masuch-omr-podcast\">Hartwig Masuch<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/West_Virginia_Records\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/West_Virginia_Records\">Ulrich Wiehagen<\/a>. Die beiden betrieben zusammen einen Musikverlag, bei dem unter anderen die Bands The Stripes, mit S\u00e4ngerin Nena, und Extrabreit unter Vertrag waren. Au\u00dferdem The Ramblers, deren S\u00e4nger Hartwig Masuch war, allerdings unter dem K\u00fcnstlernamen Christian Schneider. Uli Wiehagen gab au\u00dferdem die Zeitschrift Musiker\/ Musik News heraus. Deren Chefredakteur war f\u00fcr einige Monate <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/J%C3%B6rg_A._Hoppe\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/J%C3%B6rg_A._Hoppe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">J\u00f6rg Hoppe<\/a>, au\u00dferdem der Kopf hinter Extrabreit, und ihr Chefdesigner Kai Schlasse alias <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kai_Havaii\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kai_Havaii\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kai Havaii.<\/a> Eine weitere Mitarbeiterin war Gundi Br\u00fchl. Den Satz besorgte <a href=\"https:\/\/www.come-on.de\/luedenscheid\/metal-hammerwir-waren-forellen-in-einem-teich-voller-haie-92743267.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.come-on.de\/luedenscheid\/metal-hammerwir-waren-forellen-in-einem-teich-voller-haie-92743267.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">J\u00fcrgen Wigginghaus<\/a>. Nebenan werkelte eine Konzertagentur, die Tourneen f\u00fcr Extrabreit, Fehlfarben, The Stripes und andere Bands buchte und in der Peter Dell, sp\u00e4terer Bassist der Heavy Metal-Gruppe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Faithful_Breath\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Faithful_Breath\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Faithful Breath<\/a> das Tagesgesch\u00e4ft erledigte. Alle, die hier arbeiteten, hatten zweierlei gemeinsam: sie wollten raus aus der Provinz, und sie sollten in den folgenden Jahren eine wichtige Rolle in Deutschlands Musik- und Medienwelt spielen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Da w\u00e4re der Malersohn und Rolling Stones-Fan Hartwig Masuch, f\u00fcr den es schon zu Schulzeiten klar war, dass au\u00dfer Musik f\u00fcr ihn nicht viel anderes in Frage kam. Er war nicht nur der S\u00e4nger der Band The Ramblers, er hatte mit seinem Partner Uli Wiehagen auch kurzerhand noch ein Management aufgebaut. Und einen Musikverlag. F\u00fcr letzteren nahm er flei\u00dfig junge Bands unter Vertrag. Wie Extrabreit, Ina Deter, Abw\u00e4rts oder wie The Stripes. Die schickte er zum Aufnehmen von Demob\u00e4ndern nach Hiltpoltstein, wo <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tonstudio_Hiltpoltstein\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jonas Porst<\/a>, Sohn des einzigen westdeutschen kommunistischen Gro\u00dfunternehmers und der Mann hinter Ihre Kinder, ein Tonstudio betrieb. Mit den Aufnahmen suchte \u2013 und fand- er dann Plattenfirmen f\u00fcr seine Bands. Zupass kam ihm da sicherlich auch das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhruniversit\u00e4t Bochum. Heute ist Hartwig Masuch l\u00e4ngst kein S\u00e4nger Christian Schneider mehr, wohl aber unter eigenem Namen der CEO von BMG Rights Management und damit eine der Schl\u00fcsselfiguren im weltweiten Musikgesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p><br>J\u00f6rg Hoppe, kurzzeitiger Chefredakteur des Musiker, war in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts Hagens Antwort auf Malcolm McLaren, ein umtriebiger Konzertveranstalter, Journalist, Promoter, Manager und Popideologe, vor allem aber Manager von Extrabreit.Seine Wohngemeinschaft in der Wehringhausener Buscheystra\u00dfe 65 war eine der kreativen Kernzellen der Hagener Szene. In ihr lebte nicht nur Kai Hawaii, auch die Gruppe Kein Mensch und der K\u00fcnstler und Musiker Wolfgang Luthe, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit The Wirtschaftswunder bekannt geworden ist, war Teil der WG. In sp\u00e4teren Jahren produzierte er Deutschlands erste Heavy Metal TV-Show f\u00fcr den damals noch jungen und aufregenden Privatsender Tele 5, gr\u00fcndete zusammen mit Christoph Post und Marcus Rosenm\u00fcller die Film- und TV-Produktionsgesellschaft MME, war Gr\u00fcndungsgesellschafter von VIVA und erhielt nicht zuletzt 2000 den Grimme-Preis f\u00fcr die bahnbrechende TV-Dokumentation \u201ePop 2000\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"278\" height=\"300\" src=\"https:\/\/muzikquest.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/JW.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>J\u00fcrgen Wigginghaus hatte schon ein Kapitelchen deutscher Rockgeschichte geschrieben, bevor es ihn als Setzer in die Berliner Stra\u00dfe verschlug. 1976 hatte er im Heide\u00f6rtchen Schee\u00dfel ein dreit\u00e4giges Rockfestival veranstaltet, bei dem jede Menge gro\u00dfer Namen aus Europa und den USA auftreten sollten. Sollten ist hier das passende Wort, denn einige von den amerikanischen Hauptattraktionen zogen es vor, zwar die Vorkasse einzustreichen, dann aber doch nicht in die Heide zu reisen. Was dazu f\u00fchrte, dass die niederl\u00e4ndischen Rocker Golden Earring den l\u00e4ngsten Gig ihrer Karriere spielten, aber trotzdem nicht verhindern konnten, dass w\u00fctende Fans am Ende die B\u00fchne abfackelten und den Veranstalter am n\u00e4chsten Baum aufkn\u00fcpfen wollten. Der entkam dem Chaos knapp im Kofferraum eines Mercedes. \u201eRock in Schee\u00dfel, Feuer in der Nacht\u201c war der Titel des Songs in dem die Deutschrocker Franz K das Geschehen sp\u00e4ter besingen sollten. Und \u201eSchee\u00dfel\u201c war der Schlachtruf den w\u00fctende Konzertbesucher Wochen sp\u00e4ter auf den Lippen hatten, als auf der Lorelei erneut eine B\u00fchne in Brand gesetzt wurde, diesmal, weil Jefferson Airplane einfach nicht erschienen waren. J\u00fcrgen Wigginghaus sollte nicht lange der Setzer in der Berliner Stra\u00dfe bleiben, sondern sich bald selber zum Verleger wandeln. 1984 gr\u00fcndete er das Magazin Metal Hammer, das bereits 1988 das gr\u00f6\u00dfte Heavy Metal Magazin der Welt war. Landessprachliche Ausgaben erschienen in Holland, Gro\u00dfbritannien, Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich, Ungarn, Polen und am Ende sogar in Gorbatschows UdSSR. Anfang 1986 hatte es noch ein Konkurrenzmagazin gegeben, herausgegeben von der M\u00fcnchener Marquardt-Gruppe (Musik Express\/Sounds, Cosmopolitan, Harper&#8217;s Bazar), das den Titel Crash trug und dessen Chefredakteurin die bereits erw\u00e4hnte Gundi Br\u00fchl war. Als J\u00fcrgen Wigginghaus 1986 den Metal Hammer an die Marquardt-Gruppe verkaufte, wurden Metal Hammer und Crash zu einem Magazin zusammengelegt. Heute ist Metal Hammer immer noch eine der wichtigsten Rockzeitschriften der Welt. J\u00fcrgen Wigginghaus allerdings hat sich wieder ins Sauerland zur\u00fcckgezogen, wo er von L\u00fcdenscheid aus ein kleines Regionalmagazin-Imperium aufbaut.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der B\u00fcrogemeinschaft in der Berliner Stra\u00dfe war kein langes Leben beschieden. Doch ohne die, die damals f\u00fcr kurze Zeit in ihr arbeiteten, s\u00e4he Deutschlands Musikwelt heute anders aus. Ach ja, der Autor dieser Zeilen war ebenfalls in dieser B\u00fcrogemeinschaft aktiv, wurde sp\u00e4ter Chefredakteur des Metal Hammer und siedelte schlie\u00dflich 1997 nach Manchester um.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Copyright 2014\/2026 MuzikQuest\/ Edgar Kl\u00fcsener<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nena, Extrabreit, Eroc, Grobschnitt&#8230;. F\u00fcr einen kurzen Augenblick in den sp\u00e4ten Siebzigern und fr\u00fchen Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts war das westf\u00e4lische Hagen eine Popmetropole von westdeutsch-nationaler Bedeutung. \u201eKomm nach Hagen, werde Popstar\u201c, texteten Extrabreit damals, und der Ruf wurde geh\u00f6rt. 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